Tipps
geistige beschäftigung
Geistige Beschäftigung ist ein wichtiger Teil des Wohlbefindens Ihres Hundes. Dabei sind Abwechslung und die Verbindung zu Ihnen genau so wichtig wie die Problemlösung mittels eines Futterspiels. Hier sind drei kraftvolle Beispiele, die die geistige Beschäftigung Ihres Tieres im positivem Sinne und ohne Druck unterstützen können.
Das Ziel? Ein mental zufriedenes Tier, das sich sicher, ausgelastet, stimuliert und gesehen fühlt.
🐾 Soziales Spielen
Zeit zu verbringen mit vertrauenswürdigen Begleitern bietet sozialen und rudelgebundenen Tieren sowohl Stimulation, als auch Bewegung und emotionale Zufriedenheit. Laden Sie doch mal einen Hundekumpel zum Spielen im Garten ein. Oder Spielen Sie im Garten, im Wald, auf einem Spaziergang kleine Spiele mit Ihrem Tier: Leckerlis suchen, Ball werfen (falls der Hund zuverlässig und abrufbar ohne Leine agieren kann), zusammen herumtoben, gemeinsam ‘Beute’ ausspähen (nicht jagen). Hauptsache, es ist sicher für alle und macht Spaß.
🎓 Trainingszeit mit Ihnen
Kurze, lustige Trainings mit dem Fokus auf positive Bestätigung, Kooperation, Auswahl und neue Fähigkeiten. Diese stärken die Beziehung zu Ihnen und fördern gleichzeitig das Gehirn.
🧩 Andere passende Beschäftigung
Duftarbeit, neue Schnüffelumgebungen und sichere Suchaktivitäten (z.B. mit einem Dummy) sind alle eine ausgezeichnete Wahl. Finden sie heraus, was Ihr Tier gerne macht und bieten sie es ihm an. Überfordern Sie es nicht und erwarten Sie keine Leistung. Es geht hier um soziale Interaktion und Freude an gemeinsamen Aktivitäten.
Kennst du meine Nase? Daher lieben wir Schnüffelspiele
Wir nehmen unsere Umwelt hauptsächlich über unsere Nase wahr
Wenn wir einmal eine Person, ein Tier, oder Ort gerochen haben, erkennen wir den Geruch Jahre später noch wieder
Unser Jacobson Organ (im Rachen) kann Pheromone ‘schmecken’. Das gibt uns u.A. Info über die Emotionen anderer Lebewesen
In unserer Nase haben wir zwei unterschiedliche Wege; Das erlaubt konstantes, intensives schnüffeln, ohne die Atmung zu behindern
Wir haben ca. 300 Mio. Geruchs-Rezeptoren und riechen einen Tropfen Schweiß in einem Schwimmbad
Unser Duftverarbeitungs- Zentrum im Gehirn ist 40x größer als bei euch Menschen
Unser Nasenabdruck ist genau so einzigartig wie euer Fingerabdruck
Der frühling ist da: Outdoor Spaß
Wir sehen es sehr ungerne, wenn unsere Hunde mit den Sofakissen spielen, im Gemüsegarten buddeln, frisch gepflanzte Pflanzen ausgraben und verspeisen, oder aus dem Garten ausbrechen, um irgendein Abenteuer zu suchen.
Diese – für uns – Unarten, entstammen lediglich den genetischen Strukturen unserer Hunde (Jagdhunde jagen, Hütehunde hüten, usw). Wie können wir also die Sinne unserer Tiere stimulieren und ihnen ermöglichen, ihr natürliches Verhalten auszuleben?
Einige Beispiele, wie Sie Ihren Garten zur Bereicherung Ihrer Hunde ausstatten können, dabei selbst auch Spaß haben und gleichzeitig die Bindung zu Ihrem Tier stärken:
Agility

Agility-Geräte sind eine großartige Möglichkeit, Hunde körperlich und geistig zu stimulieren. Es kann Hürden, Tunnel, Webstangen und mehr umfassen. Hunde lieben es zu rennen, zu springen und zu klettern, und Agility-Geräte bieten ihnen eine unterhaltsame Möglichkeit, dies zu tun.
WICHTIG: Bei der Einführung von Agility-Ausrüstung ist es wichtig, mit der Grundausrüstung zu beginnen und den Hund genau zu beaufsichtigen. Wenn der Hund noch nie Agilitygeräte benutzt hat, kann es einige Zeit dauern, bis er es lernt und sich daran gewöhnt. Es gibt auch Hunde, die Agility gar nicht mögen. Zwingen Sie ihrem Tier nicht, diese Sportart ausüben zu müssen. Achten Sie außerdem auf die körperlichen Fähigkeiten des Hundes und vermeiden Sie Geräte, die Verletzungen verursachen könnten (scharfe Kanten, etc.). Bitte achten Sie ebenfalls darauf, Ihr Tier aufzuwärmen, bevor sie ihn springen und rennen lassen, damit er sich nicht verletzt. Vermeiden Sie Agility bei höheren Außentemperaturen, damit es nicht zu Kreislaufproblemen kommt! Um die Sicherheit des Hundes zu gewährleisten, ist eine angemessene Vorsicht und Aufsicht wichtig.
Sandkasten

Ein Sandkasten bietet Hunden einen sicheren und unterhaltsamen Bereich, in dem sie ihrem natürlichen Verhalten beim Graben nachgehen können. Typischerweise wie ein großer Sandkasten für Kinder konzipiert, kann er verhindern, dass Hunde unerwünschte Bereiche im Garten, wie Pflanzen oder Blumenbeete, umgraben. Darüber hinaus bietet das Verstecken von Spielzeug oder Leckerlis im Sandkasten einen zusätzlichen Anreiz und eine geistige Stimulation für den Hund.
Profi-Tipp: Beim Erstellen eines Sandkastens ist es wichtig, sicherzustellen, dass er sich in einem sicheren Bereich und fern von potenziellen Gefahren befindet. Überwachen Sie ihren Hund genau, sodass das Graben nur innerhalb des dafür vorgesehenen Bereichs erfolgt, und loben Sie den Hund für seine gute Arbeit!
Sinnesgarten

Ein Sinnesgarten ist eine hervorragende Möglichkeit, Hunden eine anregende Umgebung zu bieten. Es ist ein Gartenbereich, der die Sinne des Hundes wie riechen, sehen und fühlen anspricht. Hunde lieben es, die verschiedenen Texturen und Düfte zu erkunden. Er kann aus einer Vielzahl von Pflanzen wie Kräutern und Gräsern angelegt werden.
ACHTUNG: nehmen Sie nur Pflanzen auf, die für Hunde absolut unbedenklich sind, wie zum Beispiel Minze, Krausepetersilie (und nur Krausepetersilie – andere sind giftig für Hunde!) und Rosmarin. Sie können auch verschiedene Arten von Mulch, Tritt-Thymian, Steine und Wasserspiele in Betracht ziehen, um Ihrem Hund mehr Sinneserlebnisse zu bieten.
ACHTUNG: Bei Hunden, die dazu neigen, Fremdkörper zu kauen oder zu verschlucken, sollten Gartenelemente wie Mulch und kleine Steine vermieden werden. Vermeiden Sie auch den Kontakt mit chemisch behandelten Holzterrassen oder Gartenpflegemittel, die über die Pfoten aufgenommen werden können.
Profi-Tipp: Im Gartencenter kann man Ihnen dabei behilflich sein, welche Pflanzen giftig oder ungiftig sind. Beachten Sie auch, dass einige Hunde möglicherweise Allergien gegen bestimmte Pflanzen oder Materialien haben. Daher ist es wichtig, ihre Reaktionen genau zu überwachen.
Wasserspiele

Ein Wasserspiel wie ein Babybecken oder eine Garten-Sprinkleranlage bieten Hunden eine Möglichkeit, sich bei heißem Wetter abzukühlen. Spielzeug in oder in der Nähe von Wasserspielen kann es für Hunde noch verlockender machen.
Allerdings geht mit Wasser eine zusätzliche Verantwortung für die Sicherheit von Haustieren einher. Achten Sie genau auf Gefahren wie glatte Oberflächen, steile Kanten, scharfe Steine oder unsichtbare chemische Verunreinigungen.
ACHTUNG: Denken Sie auch daran, mit ihrem Tierarzt darüber zu sprechen, ob eine Leptospirose-Impfung eine gute Idee sein könnte, um sich vor dieser durch Wildtiere übertragenen Krankheit zu schützen, die Hunde im Boden und im Wasser aufnehmen können. Informieren Sie sich auch darüber, wie sie verhindern können, dass ihre Tiere bei heißem Wetter lebensbedrohlichen, giftigen Blaualgen in Seen, Teichen und Flüssen ausgesetzt sind.
Profi-Tipp: Lassen Sie Wasser nicht tagelang stehen, da es Mücken und andere Schädlinge anlocken kann. Offene Becken laden auch Wildtiere zu einem Schluck Wasser ein, was manchmal zu persönlichen Konflikten oder einer Verunreinigung des Wassers mit Krankheitserregern führt. Niemand möchte das, was als Spaß für Hunde gedacht ist, in eine Gefahr verwandeln! Decken Sie das Wasser ab, wenn nicht gespielt wird: das hält es sauberer und vermeidet auch, dass Wildtiere und Vögel darin ertrinken, wenn sie ihren Durst löschen wollen.
Platz zum Laufen

Die meisten Hunde lieben es, zu rennen. Vielleicht laden Sie mal einen Hundekumpel in Ihren Garten zum Spielen ein.
Profi-Tipp: Ein Spielbereich sollte sicher eingezäunt und frei von potenziellen Gefahren wie giftigen Pflanzen oder scharfen Gegenständen sein. Beobachten Sie außerdem das Verhalten des Hundes während des Spiels und beaufsichtigen Sie ihn genau, um Verletzungen, Übermüdung oder Konflikte mit anderen Hunden oder Tieren zu vermeiden. Haustiere sollten niemals unbeaufsichtigt gelassen werden, auch nicht in einem umzäunten Garten. Für Katzen oder Wildtiere ist es super einfach, über einen Zaun zu klettern/springen, oder für Kinder oder Besucher, das Tor offen zu lassen.